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Presseartikel

Ansichten eines Aktmodells: Kunstmatinee mit dem “Euthanatus”

Von Norman Liebold geschrieben am: 28.08.2010 unter Presseartikel

Eckdaten der Veranstaltung

Datum

Samstag, 04.09.2010

Ort

Vorstadtprinzessin. Trimbornstrasse 27, 51105 Köln

Titel

Der Euthanatus

Genre/Art

Autorenlesung mit musikalischer Begleitung und Kunstausstellung

Beginn und Ende

  • Eröffnung 20:00 Uhr.
  • Beginn der Lesung 20:30 Uhr.
  • Voraussichtliches Ende 22:30 Uhr.

Beteiligte Künstler


Text

Liebold, Norman: Euthanatus. Ein Siebengebirgskrimi. Königswinter 2010.

Weitere Infos (Web)

Infos zu Norman Liebold



Text: Kunst-Euthanasie in der Vorstadtprinzessin

Norman Liebold gibt mit einer Kunstmatinee der besonderen Art in den gemütlichen Räumlichkeiten der Vorstadtprinzessin Kalk den Auftakt zu seinem neuen genreübergreifenden Literatur-Kunst-Musik-Projekt „Ansichten eines Aktmodells“. Während an den Wänden die Werke der verschiedenen Künstler und Illustratoren ausgestellt sind, wird er die erste Story aus dem Zyklus – die kriminalistisch-psychologische Novelle „Euthanatus“  (Illustriert von Junus Karimow) – mit musikalischer Begleitung in ihrer ganzen Länge (ca. 70 Minuten) vortragen. Der Episodenroman „Ansichten eines Aktmodells“ wird Ende des Jahres erscheinen. Bis zum Veröffentlichungsdatum wird Norman Liebold an verschiedenen Orten der Kunstszene die jeweils entstehenden Novellen mit zeitgleicher Ausstellung der Illustrationen als „WortAnKlang“ vorstellen und so das Publikum am Wachsen und Werden des diskursiven Projektes von Literatur, Kunst und Musik teilhaben lassen.

Der „Euthanatus“ taucht dabei tief in die psychologischen Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen und spinnt darum eine ebenso fein beobachtete wie unheimliche Geschichte um einen Jäger, der sich zur Aufgabe gestellt hat, die psychischen Vampire zu finden und auszumerzen.  Die ausgekoppelte Novelle ist bereits als Einzelbuch erschienen und wird vor Ort durch den Autor signiert.




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“Der Kulturgeist” in Nettersheim oder “Kultur – nein Danke”?

Von Norman Liebold geschrieben am: 30.07.2010 unter Presseartikel


Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13

Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13.
Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13.

“Der Kulturgeist” in Nettersheim oder “Kultur – nein Danke”?

Von Anja Raith

(ar) Es sollte die erste Lesung im neuen Literaturhaus werden. Aber am Abend dieses sehr heißen Tages konnten sich nur vier Besucher dazu aufraffen, die angebotene Literaturlesung im Hof des noch unrenovierten Gebäudes zu besuchen. Autor Normen [sic! Norman] Liebold und sein musikalischer Begleiter Maxim Spektor nahmen es gelassen und als der Vorschlag kam, man solle doch in die besser besuchte Eisdiele umzuziehen, begaben sie sich sogleich auf Wanderschaft. Ali al Najar und seine Frau begrüßten die u.a. mit “Caisa” und Klarinette beladenen Wanderer gerne in der “Kultureisdiele”, die auch schon das Liedermacherduo “Positano” zu Gast hatte. Und genau dieses Duo d.h. Daniel und John standen Pate für die Geschichte “Der Kulturgeist”. Hier entdeckt John nach einem sehr enttäuschenden, schlecht besuchten Konzert ein Beduinenzelt in der tristen Kellerdisko und verliebt sich in die schöne Dunjazad, die ihn sogleich in Richtung eines fast philosophischen Diskurses über Sinn und Idiotie der modernen Kulturindustrie führt. Autor Norman Liebold gelang es im Zusammenspiel mit dem “Tätowierer, Zeichner und Musiker” Maxim Spektor auch an diesem Abend, mit einer Mischung aus Live-Hörbuch, mimisch-gestischem Rollenspiel und schwebend schöner Musik seine Figuren zum Leben zu erwecken und blumig orientalische Erzählkunst mit herber Gesellschaftskritik zu verbinden. In der Erzählung gelingt es Dunyazad, John im Laufe der Nach davon zu überzeugen, dass der ihm gewährte eine Wunsch nur heißen kann, dass alle CD’s und sonstigen Tonträger zerstört werden, denn “alles, was man einfach haben kann,…, verliert notwendigerweise seinen Wert”. Ob das auch für den Bereich der Literatur gilt? Es bleibt zu hoffen, dass sich auch die Literaturfreunde in Nettersheim darauf besinnen, dass jede Art von Kunst und Kultur voraussetzt, dass ausreichend viele Menschen den Kulturbetrieb aktiv als Künstler, Organisatoren und als Kunstgenießer, -förderer und -käufer mitgestalten.

Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13.
Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13.
Bild im Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13
Bild im Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13
Bild im Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13
Bild im Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13
Bild im Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13
Bild im Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13

[Bildunterschriften:
(1) Norman Liebold (li) und Maxim Spektor (mit "Caisa) nahmen die Situation mit Humor.
(2) Nachdenklichkeit angesichts leerer Stuhlreihen: (v.l.) Norman Liebold und Maxim Spektor (mit "Caisa")
(3) Die Verbindung von Speiseeis und Kultur schien am Abend dieses sehr heißen Tages unausweichlich.
]


Bilder von der Aufführung

WortAnKlang in Nettersheim: Der Kulturgeist WortAnKlang mit dem ‘Kulturgeist’ anläßlich der Einweihung des Nettersheimer Literaturhauses. Mit Maxim Spektor an Caisa, Cachon und Tarabuka sowie als Mehmet. Norman Liebold an Flöten, Klarinette und Stimmbändern. Brüllende Hitze in der Eifel, nach der Pause zogen wir die Strasse herunter, um bei Alis ‘Kultureisdiele’ weiterzumachen, damit die Zuhörer bei Literaturkonsum Eis löffeln konnten. Die Fotos machte Anja Raith, vielen Dank!
Soundcheck. Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Soundcheck. Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Norman an der Caisa. Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Norman an der Caisa. Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Norman an der Caisa. Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Norman an der Caisa. Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Intro zur Geschichte: Maxim fabuliert auf der Caisa. Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Intro zur Geschichte: Maxim fabuliert auf der Caisa. Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Das Gelüst, bei Literaturkonsum auch Eis zu konsumieren bringt uns dazu, nach der Pause in Alis 'Kultureisdiele' weiterzumachen. Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Das Gelüst, bei Literaturkonsum auch Eis zu konsumieren bringt uns dazu, nach der Pause in Alis ‘Kultureisdiele’ weiterzumachen. Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Demontierung des Klischees vom ruhigen Schriftsteller und tobenden Musiker. Die Punkrock-Szene aus dem 'Kulturgeist'. Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Demontierung des Klischees vom ruhigen Schriftsteller und tobenden Musiker. Die Punkrock-Szene aus dem ‘Kulturgeist’. Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Uh... da sieht man, daß ich (un)frisch direkt von der Waldritter-Woche komme... Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Uh… da sieht man, daß ich (un)frisch direkt von der Waldritter-Woche komme… Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Maxim spricht den Mehmet. Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Maxim spricht den Mehmet. Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds 'Kulturgeist' mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Einweihung des neuen Literaturhauses in Nettersheim: Norman Liebolds ‘Kulturgeist’ mit Maxim Spektor an Percussion. Foto: Anja Raith
Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13.
Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13.
Bild im Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13
Bild im Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13
Bild im Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13
Bild im Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13
Bild im Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13
Bild im Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13



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Künstlerische Kritik an der Politik

Von Norman Liebold geschrieben am: 14.06.2010 unter Presseartikel

Generalanzeiger vom 14.06.2010, Seite 12

Künstlerische Kritik an der Politik

Michael Franck aus Alfter setzt Bruchholz ein. Künstler will provozieren und transportieren

Von Stefan Knopp

ALFTER. Ein Einsiedler, der bewusst jeden Kontakt zur Zivilisation meidet, ist der Alfterer Künstler Michael Franck sicher nicht. Dennoch ist die Figur Beorn aus Norman Liebolds gleichnamiger Geschichte, benannt nach dem Einsiedler in Tolkiens “Der kleine Hobbit”, unter anderem ihm nachempfunden. “Die Geschichte ist auch eine Hommage an Michaels Kunst”, erklärte der Autor. Da lag es nahe, im Rahmen der “musischen Vollmondnacht” unter dem Titel “Licht, Stein, Klang und Wort” im Kunst-Licht-Skulpturen-Garten des Künstlers auch daraus vorzulesen. Begleitet wurde Liebold vom Musiker Maxim Spektor, der das Gelesene passend mit improvisierten Percussion-Klängen untermalte. Der Schriftsteller aus dem Siebengebirge las aus mehreren seiner Texte, dazwischen spielten Lara und Daniel Gentile von der Akustik-Band “Eko”.

Generalanzeiger vom 12.06.2010, S. 12

Bild im Generalanzeiger vom 12.06.2010, S. 12. Bildunterschrift: Der Künstler und sein Werk: Michael Franck stellt seine Arbeiten in Alfter aus. Foto: Wolfgang Henry

Zuvor hatten die Besucher Gelegenheit, Francks Werke zu besichtigen. Der Künstler arbeitet “mit Fragmenten aus der Natur in Verbindung mit Glas, Stein und anderen Dingen”, erklärte er. Imposant sind seine Holzskulpturen: Einige hat er zu Schachfiguren verarbeitet, die auf Ausstellungen auf dem Fragment eines großen Schachbretts stehen. “Das ist aber 17 Meter breit und passt nicht in meine Wohnung.” Etwa drei Jahren arbeitet er mit Holz von Bäumen, die Stürmen zum Opfer gefallen sind. Die Skulptur “Versteckte Gedankenlücke” hat er 2008 nach dem Orkan Emma gesammelt, “Horizontal” zeigt Holz von Yvonne von 2008. Im Garten ruht eine längliche Holzskulptur vom Orkan Kyrill, Mitte Januar 2007, auf einer Konstruktion aus aufgestapelten Schiefersteinen, die die Vornamen deutscher Politiker tragen. “Liege der Ignoranz auf der Mauer der Ignoranten” heißt das Werk, eine deutliche Kritik an der Industrie-Politik der Bundesregierungen der letzten 30 Jahre. “Für mich sollte Kunst nicht nur schön, hässlich oder provokant sein, sondern auch etwas transportieren.”

Auch den “großen Bruder” konnte man betrachten, in das Werk ist Glas eingearbeitet, mit Metallstreben und einer Eisenkette. Daneben zeigte Franck auch kleinere Steine, in die Weißglas von Nanometer-Messgläsern eingearbeitet sind, das von innen beleuchtet wird und faszinierende Muster an die Wand wirft. Das Bild des Fingerabdrucks eines Orang-Utans ziert den Eingangsbereich – “Den hat mir ein Freund besorgt, der im Kölner Zoo arbeitet” – und auf der Terrasse steht Francks neuestes Werk: Zwischen zwei Mannshohen Moselschiefersteinen hat er 555 Glasscheiben angebracht. “Dafür habe ich 15 Quadratmeter Glas verarbeitet.”

Im Garten las Liebold auch aus seiner neuesten Geschichte: “Euthanatus”. Sie spielt zur Abenddämmerung auf dem Petersberg, dazu passend wurde nach Sonnenuntergang ein bengalisches Feuer im Garten entzündet.


Generalanzeiger vom 12.06.2010, Seite 12

Generalanzeiger vom 12.06.2010, Seite 12



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Krimi über den „Gläsernen Bürger“

Von Norman Liebold geschrieben am: 29.03.2010 unter Presseartikel

Kölnische Rundschau vom 29.03.2010.
Online-Version:http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1266504509912.shtml

Krimi über den „Gläsernen Bürger“

Bild in der Kölnischen Rundschau vom 29.03.2010
Bild in der Kölnischen Rundschau vom 29.03.2010

Von MICHAEL SCHNITZLER

NETTERSHEIM. „Gläserner Sarg“ heißt die Krimi-Erzählung, aus der Norman Liebold in der Nettersheimer Gemeindebücherei las. Gläserner Sarg? „Die Erklärung für den Titel würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen“, sagte Liebold und erklärte dann doch recht prägnant: Der gläserne Sarg spiele einerseits auf den gläsernen Sarg Schneewittchens, andererseits auf den „Gläsernen Bürger“, also den vom Staat durchleuchteten Bürger an.

Diese zunehmende Überwachung der Bürger durch den Staat, in den vergangenen Jahren etwa in Bezug auf die Methode der Videoüberwachung kontrovers diskutiert, ist das Hauptthema von Liebolds Buch. Die Hauptfigur, der manisch-depressive 60-jährige Bauer Rowedder aus dem Siebengebirge, fühlt sich permanent vom Staat verfolgt, weshalb die Erzählung eine Gradwanderung zwischen der mitunter erschütternden Wirklichkeit und den paranoiden Fantasien des Bauern darstellt.

Als schlussendlich ein Flugzeug im Auftrag des deutschen Staats in den „Langen Eugen“ – das Zentrum des UN-Campus’ in Bonn – gelenkt wird, um neuen Antiterror-Gesetzen den Weg zu bereiten, kann der in Ohnmacht fallende Rowedder längst nicht mehr zwischen der Realität und seinen Wahnvorstellungen unterscheiden.

Gerade diese Momente zwischen Realität und Wahnsinn waren es, die Liebold besonders gekonnt szenisch darstellte. Dazu lieferte sein musikalischer Partner Bernd Gast die passende akustische Untermalung: Mit seiner Gitarre und seinem Mini-Keyboard legte er mal normale, dann wieder verzerrt-verrückte Geräusche unter Liebolds Erzählung und gab der Lesung so die entsprechende Atmosphäre.

Schade war es, dass nur wenige Besucher der Lesung beiwohnten, die im Rahmen der fünften „Literatour“ in Nettersheim stattfand. Kerstin Juchem, Leiterin der Gemeindebücherei war angesichts der geringen Resonanz etwas ratlos, Liebold hingegen nahm es gelassen – nachdem der Königswinterer sich draußen sein „Pfeifchen“ angesteckt hatte, las er drinnen entspannt für das anwesende Grüppchen.

[Bildunterschrift:] Musikalisch unterstützt von Bernd Gast las Norman Liebold in der Gemeindebücherei Nettersheim voller Inbrunst aus seiner Krimi-Erzählung “Gläserner Sarg” vor. (Foto: Schnitzler)


Kölnische Rundschau vom 29.03.2010
Kölnische Rundschau vom 29.03.2010




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Wahrheit, Wirklichkeit, Wahnsinn

Von Norman Liebold geschrieben am: 02.03.2010 unter Presseartikel

Kölner Stadtanzeiger vom 02.03.2010. Online-Version des Artikels: http://www.euskirchen-online.ksta.de/html/artikel/1264185905429.shtml

Wahrheit, Wirklichkeit, Wahnsinn

Initiatorin Kerstin Juchem hat die “Literatour” zu einer Veranstaltungsreihe entwickelt, die den Vergleich mit großen Literaturhäusern nicht zu scheuen braucht. Den diesjährigen Auftakt gestaltet die Autorin Martina Kempff.


Von Claudia Hoffmann.

NETTERSHEIM – Auch in diesem Jahr bietet das Literaturhaus Nettersheim großen und kleinen Bücherfreunden im Rahmen der „Literatour“ eine Fülle ausgesuchter literarischer Leckerbissen. Was vor fünf Jahren mit zehn Veranstaltungen – zumeist in Form klassischer Lesungen – gewissermaßen noch als „Kultur im Kleinen“ begann, hat sich unter der Leitung von Bibliothekarin Kerstin Juchem in der Zwischenzeit zu einer Veranstaltungsreihe entwickelt, die den Vergleich mit Literaturhäusern in den größeren Städten nicht zu scheuen braucht.

Den Anfang der „Literatour 2010“ macht am Freitag, 5. März, die Schriftstellerin, Übersetzerin und Journalistin Martina Kempff. Im Gepäck hat die erfolgreiche Autorin ihren neuen historischen Roman „Die Kathedrale der Ketzerin“. Sie wird mit einer Lesung aus ihrem zweiten Eifel-Krimi an diesem Tag sogar ihre Premiere in Nettersheim feiern. Im Holzkompetenzzentrum kommen auch die Liebhaber erstklassiger Fotografien auf ihre Kosten. Am 17. März entführen Heiko Beyer und Markus Friedrich das Publikum ins Land der Maya und Azteken.

Am 16. November geht es mit Michael Oberts Vortrag „Regenzauber“ ins Innere Afrikas. Mit 3 D-Aufnahmen führt dann Stephan Schulz am 29. November die Betrachter mitten in die Szenerie der „leuchtenden Berge“ Südtirols und der Dolomiten. Begleitet von einem lyrisch-musikalischen Rahmenprogramm mit Walther Löhr und Andreas Züll werden am 11. April die beim „Seniorensilvester 2009“ entstandenen Fotografien von Ulla Klinger ausgestellt.

Das „Bilderbuchkino“ hat in den letzten Jahren ebenfalls großen Zuspruch gefunden. Mit „Flieg, Vogel, flieg“ richtet es sich am 25. März erstmals an kleine Leseratten. Zwei Filmvorführungen für Kinder ab acht Jahren („Die Vorstadtkrokodile“) und zwölf Jahren („Die Welle“) ergänzen das Programm. Am 24. Juni steht der Nettersheimer Kinotag ganz im Zeichen des Fußballs.

Am 26. März liest und inszeniert der Literaturwissenschaftler Norman Liebold ausgewählte Szenen aus seinem Kriminalroman „Der gläserne Sarg“. In Liebolds gleichermaßen humorvollen wie erschütternden Geschichte um Wahrheit, Wirklichkeit und Wahnsinn steht mit Bauer Rowedder ein durchaus eigenwilliger Protagonist in der Art eines modernen Don Quijote im Zentrum der turbulenten Ereignisse.

Schreibwerkstatt

Am 9. Juli ist Liebold dann mit seinem Buch „Der Kulturgeist“ im neuen Nettersheimer Literaturhaus zu Gast. [Hervorhebung Norman Liebold] Am 18. Juni gehört die Bühne des Holzkompetenzzentrums den Absolventen der Nettersheimer Schreibwerkstatt, die in einem Blockseminar am 16. und 23. April beziehungsweise am 7. und 21. Mai unter der Leitung von Andreas Züll vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) ausprobieren können, wie man aus Texten Literatur macht.

Auch in den Sommerferien ist das Programm der Nettersheimer Gemeindebücherei bunt gespickt. Ab dem 22. Juli singen, lesen und erarbeiten Manuel Torres und Werner Höring mit Kindern an mehreren Veranstaltungstagen den Schluss des Buches „Amorchen, der kleine Steppenwolf“. Im Anschluss an diesen kreativen Workshop wird das so entstandene Buch beim Verlag mit insgesamt drei verschiedenen Schlusskapiteln eingereicht. Außerdem erzählt Elmar Wiese am 3. August in seinem jüngsten Band „EIFEL-Gang: Gespensterjagd auf der Neuerburg“ eine spannende Geschichte rund um die fünf Nachwuchsdetektive Emi, Ina, Fio, Elmar und Leni.

Vom 8. bis zum 12. September heißt es dann auch in Nettersheim: „Krimifans aufgepasst!“ Die „Criminale 2010“ bietet dann gleich mehrfach mörderisches Vergnügen. Mit der „Wanderlesung auf römischen Spuren“ knüpft man an eine erfolgreiche Veranstaltung aus dem Vorjahr an. Eine erstaunliche Resonanz hatte im vergangenen Jahr die Veranstaltung in Eifeler Mundart „Jedichte, Leedche und Jeschichte op Eefeler Platt“, für die auch in diesem Jahr noch Autoren aus der Region gesucht werden.

Voller Überraschungen steckt im November ebenfalls der Tag, den eine Buchhandelsklasse des Joseph-DuMont-Berufskollegs Köln für das Nettersheimer Publikum ausrichten wird. Am 5. Dezember gibt Peter Cremer einmal mehr den Jahresabschluss und einen Rückblick auf eine Auswahl der Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt.

Weitere Informationen rund um das „Literatour“-Programm gibt es unter 0 24 86 / 17 70 (Gemeindebüro) und 0 24 86 / 78 98.





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Neuer Salon schafft Mythenwelt

Von Norman Liebold geschrieben am: 10.02.2010 unter Presseartikel

Wetzlarer Neue Zeitung vom 10.02.2010, Seite 17

Neuer Salon schafft Mythenwelt

Galerie Artis Opus Bruninvels will Bildende Kunst und Literatur verbinden

Von Gerhard Gerbig

Braunfels. Der gelungene Auftakt ist gemacht: In Zusammenarbeit mit der Galerie Artis Opus Bruninvels und in deren Räumen haben der aus Tiefenbach stammende Maler und Grafiker Björn TheHoink Zutt sowie der Schriftsteller Norman Liebold (Königswinter) einen Literatur- und Kunstsalon etabliert.

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Rund 50 Besucher machten sich am Eröffnungstag ein Bild vom neuen Kulturprojekt in der Borngasse, mit dem die seit fünf Jahren in der Altstadt bestehenden Galerie eine “Liaison von Literaturvortrag und Kunst” fördern möchte möchte [sic!]. Vier Veranstaltungen sind pro Jahr geplant – vom Märchen über den Kriminalroman bis zum sozialkritischen Science-Fiction.

In der gegenwärtigen Ausstellung, die bis zum 21. Februar zu sehen ist und zur dunkel-nebeligen Jahreszeit passen soll, konfrontiert TheHoink Zutt mit Gespür für übernatürlich anmutende Motive, mit denen er für ihn wichtige Botschaften verknüpft. In den verwendeten Techniken (Textmarker mit Alkohol, Acryl und Airbrush) ist viel Blut zu sehen und das ist beileibe nicht nur Herzblut, obgleich solche Ingredenzien für den Maler unverzichtbar scheinen.

In seinen Kontrasten offenbar sich der Widerstreit von Gut und Böse. TheHoink will provozieren. “Meine Bilder mögen grausam sein, aber sie werden doch täglich von den Abendnachrichten im Fernsehen übertroffen”, sagt er und besetzt neben dem Plädoyer gegen Krieg und Gewalt auch gleich die sozialkritische Schiene. Seine Bilder seien ein Protest gegen “gesellschaftliche Gleichschaltung durch die Medien”, so der Künstler, der in einer Arbeit einem Individuum Parasiten aus dem Kopf reißen läßt – als Botschafter des Schmerzes im Ambiente trostloser Tristesse. Auf dem nächsten Bild wirkt eine verschreckt wirkende Rockerbraut mit aufgesetzter Souveränität hilflos ängstlich. Quasimodo, der Unglückliche von Notre Dame, und die Bilder mit den Augen, die alles Individuelle aufsaugen, gehören genauso zu der Ausstellung von insgesamt 23 Bildern. Big Brother läßt grüßen.

Eingebunden in die Eröffnung war am Sonntag eine mystische Lesung von Literaturwissenschaftler Liebold. Die Geschichte seines Märchenromans “Spaltenzungen” handelt von einer Rheinfahrt, die das Boot bis zu einer geheimnisvollen militärischen Sperre treibt, an der die Handelnden nach Anderwelt gehen und, von Parsifal geleitet, in die Halle von König Artus Tafelrunde gelangen. Spektakulär und düster löste sich die Geschichte in Braunfels im Staub der Jahrhunderte auf und aus der geheimnisvollen Insel im Klebermeer (keltisches Sagengewässer vor Irland) wird wieder Nonnenwerth am Fuße des Drachenfelses. Liebold gelang es großartig, Legenden mit modernen Bildern lebendig zu verschmelzen und seine Figuren mit Pathos und beachtlicher Rethorik lebendig werden zu lassen.

TheHoink provoziert, Liebolds Werk ist spektakulär wie düster.

TheHoinks Ausstellung ist bei freiem Eintritt montags, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr zu besichtigen

Als nächste Termine stehen der 8. Mai mit dem Thema “Navigator” (Science Fiction, Fotos von Meike Göber und Illustrationen von Zutt), der 28. Juni unter dem Titel “Künstlerstorys” [sic! Künstlerstories] (Amüsantes aus dem Künstlermileu) und der 27. November mit dem Schwerpunkt “Krimifrass” (Kriminalroman”) fest. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt fünf, im Vorverkauf sieben Euro. Kontakt: (0 64 42) 95 98 03, www.artis-opus-bruninvels.de, www.the-hoink.de, www.norman-liebold.com.

[Bildunterschrift: Künstler Björn TheHoink Zutt und Autor Norman Liebold trugen zur ersten Veranstaltung des neuen Braunfelser Kunst- und Literatursalons bei. (Foto: Gerbig)]


Wetzlarer Neue Zeitung vom 10.02.2010, Seite 17Wetzlarer Neue Zeitung vom 10.02.2010, Seite 17
Wetzlarer Neue Zeitung vom 10.02.2010, Seite 17


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Artis Opus eröffnet Salon

Von Norman Liebold geschrieben am: 08.02.2010 unter Presseartikel

Artis Opus eröffnet Salon

Ankündigung
Ankündigung

Braunfels (red). Zum Auftakt efnes neuen Literatursalons in der Galerie “Artis Opus Bruninvels” lädt diese für morgen (Sonntag) zu Autorenlesung und Vernissage in die Borngasse 15 nach Braunfels ein. Der Einlass für die erste Veranstaltung unter dem Motto “Spaltenzungen – Neuzeit-Märchen in Wort und Bild” beginnt um 17 Uhr, die Lesung um 18 Uhr. Der Eintritt an der Abendkasse kostet acht Euro, im Vorverkauf sieben Euro, ermäßigt fünf Euro. Die Braunfelser Galerie, der aus Tiefenbach stammende Künstler Björn TheHoink Zutt und der Schriftsteller Norman Liebold wollen auf diesem Weg einen Salon etablieren, der im vierteljährlichem Rhythmus eine Liason von Literaturvortrag und Kunst vorstellt. Für 2010 sind vier Veranstaltungen geplant, die quer durch das Werk Liebolds von düster-romantischen Märchen über Kriminalromane bis hin zu sozialkritischen Science-Fictions fübren. Am Sonntag sollen die Gäste in die Welt der Mythen und Geschichten um Anderwelt, Parzifal und die Tafelrunde entführt werden. Aber die Geschichte verwandelt sich überraschend zu einem modernen Seitenhieb auf Politik und Krieg – und das nicht ohne eine
Prise Humor. Zugleich wird die zweiwöchige Ausstellung von TheHoink eröffnet. Der diplomierte Grafiker beschäftigt sich mit Fabelwesen und dem übernatürlichen, der Autor ist Magister der Altgermanistik und Literaturwissenschaltler mit Spezialgebiet Sagen und Mythen. Vorbestellungen und Informationen: (0 64 42) 95 98 03, www.artis·opus·bruninvels.de. Als nächste Termine sind der 8. Mai, der 28, Juni sowie der 27. November vorgesehen. Die Veranstaltungen beginnen jeweis um 20 Uhr.



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Auftakt des Literatursalons in der Galerie “Artis Opus Bruninvels”, Braunfels

Von Norman Liebold geschrieben am: 06.02.2010 unter Presseartikel

Braunfelser Stadtnachrichten vom 06.02.2010, Seite 12

Auftakt des Literatursalons in der Galerie “Artis Opus Bruninvels”, Braunfels

  • Titel: Spaltenzungen – NeuzeitMärchen In Wort und Bild
  • Genre: Autorenlesung und Vernissage
  • Ort: Galerie “Artis Opus Bruninvels”, Borngasse 15, 35619 Braunfels
  • Datum: 07.02.2010
  • Einlass: 17:00 Uhr
  • Beginn der Lesung: 18:00 Uhr (bis ca. 19:20 Uhr)
  • Beteiligte Kulturschaffende
  • Norman Liebold M.A., Schriftsteller und Leseperformer
  • Björn TheHOINK Zutt, Grafiker und Künstler
  • Eintritt: Abendkasse 8 EUR, VVK 7 EUR, ermäßigt 5 EUR
Braunfelser Stadtnachrichten, 06.02.2010, Seite 12Braunfelser Stadtnachrichten, 06.02.2010, Seite 12
Braunfelser Stadtnachrichten, 06.02.2010, Seite 12

NeuzeitMärchen in Wort und Bild

Artis Opus Bruninvels präsentiert Literatur- und Kunstsalon.

Die Braunfelser Galerie “Artis Opus Bruninvels” in der Borngasse, der aus Tiefenbach stammende Künstler Björn TheHOINK Zutt und der Schriftsteller Norman Liebold etablieren einen Literatur- und Kunstsalon im malerischen Braunfels. In vierteljährlichem Rhythmus werden bildende Kunst und Literatur sich in den Räumlichkeiten der Kunstgalerie begegnen, die seit 5 Jahren zu Füßen des historischen Schlosses ein Zentrum für Kultur in Braunfels darstellt und mit dem Literatursalon eine ganz besondere Möglichkeit der Unterhaltung für die Bürger entstehen lassen möchte: Die Liason von verzauberndem Literaturvortrag und Kunst.

Für 2010 sind vier Veranstaltungen geplant, die quer durch das facettenreiche Oeuvre Liebaids von düster-romantischem Märchen über Kriminalromane bis hin zu sozialkritischem ScienceFiction führen.

Auftakt ist passend zur dunkel-nebeligen Jahreszeit eine Lesung aus dem mystischen Märchenroman “Spaltenzungen”, der die alten Mythen und Geschichten um Anderweit, Parzifal und die Tafelrunde
aufgreift. Es ist kaum eine bessere Kulisse denkbar, als das märchenhaften Braunfelser Schloss. Aber die Geschichte verwandelt sich überraschend zu einem modernen Seitenhieb auf Politik und Krieg – und das nicht ohne eine herzhafte Prise Humor. Die mystische Autorenlesung ist zugleich Vernissage der zweiwöchigen
Ausstellung von Björn TheHOINK Zutt, der schon 2005 in Braunfels ausstellte und großen Anklang fand. Der diplomierte Grafiker beschäftigt sich seit Jahren künstlerisch mit Fabelwesen und dem Ubernatürlichen, der Autor ist Magister der Altgermanistik und seines Zeichens Literaturwissenschaftier mit Spezialgebiet Sagen und Mythen, so daß ein Dialog der Kunstformen auf höchstem Niveau zu erwarten ist.
Vorbestellungen, Karten und Infos unter 06442-959803.

Weitere Vorstellungen:

  • 08.05.201020:00 “Navigator” (Science-Fiction, Schullektüre in NRW) mit Photograhien von Meike Göber und den Originalillustrationen von Björn TheHOINK Zutt
  • 28.06.2010 20:00 “Künstlerstories” (Amüsante bis bitterböse Geschichten aus dem Künstlermilieu) mit Arbeiten verschiedener Künstler und Konzert
  • 27.11.201020:00 “Krimifrass” (Kriminalroman) mit Ausstellung verschiedener Künstler in Anlehnung an den Film Noir

Links und weiterführende Informationen:

  • Die Galerie: www.artis-opus-bruninvels.de
  • Der Künstler: Björn TheHoink Zutt: www.the-hoink.de
  • Norman Liebold: www.norman-liebold.com
  • Pressestimmen zu Norman Liebold: http://presse.norman-Iiebold.de
  • Zum Buch: http://spaltenzungen.norman~liebold.de
  • Fotografin Meike Göber: (www.meike-goeber.de)
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Schreibender “Nacktbader”

Von Norman Liebold geschrieben am: 31.12.2009 unter Presseartikel

Kölnische Rundschau vom 31.12.2009 (Archiv)

Schreibender “Nacktbader”

Jugendliche organisieren eine Lesereihe in der Lutherkirche

[von] NINA WINDISCH

Bild im Artikel der Kölnischen Rundschau vom 17.12.2009
Bild im Artikel der Kölnischen Rundschau vom 17.12.2009

MÜLHEIM. Unter dem Motto “Geistreich” macht die Jugend in Mülheim Kirche: In der Lutherkirche organisieren die Jugendlichen den Gottesdienst teilweise selbst, und die Internetpräsenz wird von einem 15-jährigen gestaltet. Nun, im Rahmen der Feiern zum 400-jährigen Bestehen der Gemeinde, soll unter dem Motto “Geistreich” auch kulturell noch mehr stattfinden – und zwar mit einer Lesereihe.
Als der 33-jährige Autor Norman Liebold zum ersten Mal die Räumlichkeiten in der “Notkirche” sah, war ihm klar: “Hier muss ich lesen! Der Raum ist einfach schön und die Akustik Wahnsinn.” Die Koordinatorin der Lesereihe, Ann-Christin Zaske, setzte sich dann mit Gabi Wittmaack, Leiterin der Jugendkoordination, in Verbindung. Und sogleich war das Konzept entwickelt. “Das war eine Sache von vier Wochen. Super, wie unkompliziert das hier abläuft”, sagte Liebold. Die Lesereihe, bei der der Autor drei seiner Romane vorstellt, richtet sich an jeden, besonders aber an Jugendliche: “Sie sollen merken, dass es auch Literatur gibt, die sich mit ihren persönlichen Themen beschäftigt.”

Workshops mit Schulen sind geplant, um eine spielerische Herangehensweise an Literatur zu ermöglichen. Aber die Reihe soll auch ein attraktives kulturelles Angebot für die Menschen im Veedel darstellen. “Es gibt auch hier Menschen, die für eine nette Unterhaltung nicht über den Rhein fahren wollen”, sagte Zaske. Als abendfüllende Veranstaltung sieht auch Liebold seine Lesung. Es sei eine klassische Autorenlesung, keine Verkaufsveranstaltung.

Geschichte am eigenen Leib erfahren

Den Auftakt machte er mit seinem Roman “Gläserner Sarg”, mit dem er Kritik übt am Überwachungsstaat. Protagonist ist der 60-jährige Bauer Hans Rohwedder, der sich in einem Steinbruch des Siebengebirges den Staub abwaschen möchte, dabei fotografiert und dann angezeigt wird wegen Nacktbadens. Eine Geschichte, die Norman Liebold buchstäblich am eigenen Leibe erfahren hat. Doch er setzte sich zur Wehr gegen die Geldstrafe von 45 Euro, wie auch seine Romanfigur Rohwedder. Bei der nimmt das jedoch größere Dimensionen an.

Am 28. März Iiest Norman Liebold dann aus “Der Kulturgeist”, und am 15. Oktober aus “Navigator”, einem Roman, der im Jahr 2045 spielt und in Much im Rhein-Sieg-Kreis bereits als Schullektüre gelesen wurde. Bei Liebolds erster Lesung setzten sich die Jugendlichen bereitwillig in die erste Reihe: “Ich denke, wir können hier eine Literaturbühne etablieren”, meinte der Autor.

[Bildunterschrift:] “Hier muss ich lesen!”: Norman Liebold war begeistert vom Ambiente in der Lutherkirche. (Foto: Windisch).



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Wenn Nacktbaden zum Verhängnis wird

Von Norman Liebold geschrieben am: 17.12.2009 unter Presseartikel

Kölner Stadtanzeiger vom 17.12.2009

Wenn Nacktbaden zum Verhängnis wird

LESUNG Überwachung und ihre Folgen

VON JOHANNA HECKELEY

Mülheim. Bauer Rowedders Sätze in tiefem Bass tönen durch die Lutherkirche Köln-Mülheim. Unterbrochen werden sie von den fisteligen Anordnungen des Ordnungsamtsangestellten. Als Norman Liebold aus seinem Buch “Gläserner Sarg” vorliest, bietet er seinen Zuhörern eher ein Ein-Mann-Theaterstück als eine Lesung. Damit machte er den Auftakt zur dreiteiligen Lesereihe “Geistreich”.

“Wenn es heiß genug wird, verlieren Verbote ihre Bedeutung – sogar1 in Deutschland.” So beginnt der Kriminalroman des 33 Jahre alten Schriftstellers. Aber nicht nur um die Deutschen und ihre Vorliebe für Ordnung geht es, sondern um die zunehmende Überwachung und ihre Folgen. So wird das Bad in einem See für Bauer Rowedder zum Verhängnis: Der manisch-depressive Siebengebirgler, der sich an einem heißen Sommertag eigentlich nur den Staub der Feldarbeit von seiner Haut waschen will, wird beim Nacktbaden von einem Ordnungshüter fotografiert. Mittels biometrischer Daten, so droht dieser, werde man ihm seinen Bußgeldbescheid zukommen lassen. Das macht Bauer Rowedder nachdenklich. Um gegen den Überwachungsstaat zu kämpfen, fährt er kurzentschlossen mit seinem Trecker nach Bonn zum UN-Campus der UNO. Dort muss er sich aber noch einem zweiten Feind stellen: Seine durch die psychische Erkrankung hervorgerufenen Wahnvorstellungen.

Liebold liest mit Leidenschaft, erweckt so seine eigenwilligen, mit Liebe zum Detail gestalteten Figuren in bildreichen Szenen zum Leben. Die Lesekultur sei etwas in Vergessenheit geraten – zu Unrecht, wie er findet: “Ein gut vorgelesenes Buch kann eine abendfüllende Veranstaltung sein.”

Anlass für den Roman war ein Schlüsselerlebnis Liebolds: “Das mit dem Baden im See ist mir selbst passiert. Aber zahlen musste ich nicht”, fügt er grinsend hinzu. Beim Schreiben sei George Orwell literarisches Vorbild gewesen: “An dem kommt man nicht vorbei, wenn man über Überwachung schreibt.”

www.norman-liebold.com

www.geistreich-koeln.de

Norman Liebold liest aus seinem Roman “Gläserner Sarg”.

  1. [sic! "selbst" - Liebold, Norman: Gläserner Sarg. Ein Siebengebirgskrimi. Königswinter 2008. S. 5



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